Das ABC der wundervollen Beziehung
Liebe und Glück sind ganz nah
A wie Anfangen
Ich liebe das Radfahren Es hat für mich Etwas meditatives! Die Bewegung der Beine in einem meistens gleichbleibenden Rhythmus, völlig sicher und frei gesteuert durch mein Unterbewusstsein, mein Verstand muss nichts tun! In diesem entspannten Zustand habe ich die besten Ideen und meine Gedanken werden klar, ruhig und friedlich.
Ich habe einen guten Freund. Ein Sportkamerad, mit dem zusammen ich über 12 Jahre lang Radfahren ging. Eine lange Zeit, wenn ich bedenke, dass wir im Umkreis von Leipzig nur maximal drei schöne Strecken haben.
In jedem Jahr dieser vergangenen 12 Jahre hatte mein Freund folgendes Thema: Er kam immer „schwer“ in die neue Saison. Im Frühjahr, wenn es draußen noch richtig kalt und nass war, kostete es ihn eine große Überwindung, sich auf sein Rad zu schwingen. Je länger das nun dauerte, umso größer wurde sein schlechtes Gewissen und seine „Sorge“, nicht mehr fit genug zu sein um mithalten zu können. Je länger sich dieser Zustand hinzog, umso geringer wurde seine Motivation überhaupt in diesem Jahr noch Radzufahren. Seine Stimmung war dann am Tiefpunkt.
Ist er jedoch dann erst einmal auf sein Rad gestiegen, hat sich überwunden, hat eine Entscheidung getroffen, jetzt zu fahren, dann strahlte er über das ganze Gesicht. Er war begeistert über sich, die Natur, alles was schön ist und das Leben überhaupt! „ Lass uns morgen gleich nochmal fahren, ich habe soooo Lust“ war dann sein Satz.
Es gibt diese Momente, in denen wir Menschen die Dinge, die anstehen gerne vor uns her schieben. Und damit steigt der „Berg des schlechten Gewissens“ stetig an.
Ist die Entscheidung aber dann getroffen, wird das Thema angepackt und erledigt, dann geht es uns sooo gut! Wir fühlen uns leicht, fröhlich und sind stolz auf das, was wir geschafft haben. Wir strahlen wieder FREUDE aus. Und das merken wir selbst und unser Umfeld deutlich.
Auch in unseren Beziehungen dürfen wir Dinge anpacken und anfangen. Denn gerade hier ist es so wichtig, die Dinge, die uns bewegen und die uns im Zusammenleben mit unserem Partner/unserer Partnerin wichtig sind, nicht auf die lange Bank zu schieben.
Und das allerbeste ist: Das Anfangen ist ganz leicht! Fangen Sie einfach an, nur nicht zu schnell. Jetzt!!!
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B wie Beziehung
Was macht eine Beziehung wirklich erfüllend und was kann ich selbst beitragen, um eine freudvolle Beziehung zu finden und zu erhalten? Das ist sicher die spannendste und erstrangigste Frage in diesem Zusammenhang. Der Schritt beginnt, wie bei allem bei mir selbst und der Beziehung zu mir. Häufig suchen wir Beziehungen, um uns vollwertig und ganz zu fühlen. Der andere soll füllen, was uns vermeintlich fehlt. Kann er oder sie das nicht und das ist wahrscheinlich, sind wir enttäuscht und frustriert. Warum kann der andere sich nicht so verhalten, wie ich es mir vorstelle, dann wär das Leben doch toll. Diese Illusion dürfen wir getrost beiseite legen, denn die Wahrheit ist viel wunderbarer. Wir selbst haben ALLES in der Hand, um unserer Beziehung zu uns selbst und damit unsere Beziehungen im Außen zu anderen zu harmonisieren und in Liebe und Freude zu verwandeln.
Beginnen Sie doch als erstes mal damit liebevoller auf sich selbst zu schauen. Achten Sie auf negative Gedankenmuster sich selbst und anderen gegenüber und wechseln Sie das Gedankenthema, wenn Sie sich bei Anschuldigungen gegenüber sich selbst und anderen „ertappen“.; z.B. in: „was gefällt mir an mir oder dem/der anderen richtig gut.“?, Spüren Sie, wie sich durch die bewusste Veränderung Ihrer Gedanken, ihre Gefühlslage verändert.
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C wie Charisma
Während eines Seminars wurde ich in der Pause von einer Teilnehmerin gefragt, ob ich ihr sagen könnte, wie Sie noch charismatischer werden könne.
Was bedeutet eigentlich charismatisch? Charisma ist ein Synonym für Ausstrahlung und das hat, wie der Name schon vermuten lässt mit Energie zu tun.
Wir glauben fest daran, dass wir alle von Geburt an charismatisch sind, denn wie die Wissenschaft inzwischen bestätigt, sind wir reine Lichtwesen, wir bestehen aus reiner Energie., sind Wesen, die alles in sich haben, um aus sich heraus zu wirken und noch wichtiger: zu bewirken.
Nun werden wir im Laufe unseres Lebens durch Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Kirchen konditioniert und beginnen uns „anzupassen“ , Erwartungen Anderer zu erfüllen. Gerade in den Jahren der Kindheit, aber auch als Erwachsene wollen wir vor allem eins: dazugehören und geliebt und anerkannt werden.
Das führt häufig dazu, dass wir nicht mehr das Leben leben, das wir wirklich leben wollen und von unserem Weg abkommen. Zusätzlich beschäftigen wir uns in unserer Gesellschaft allzu häufig mit Dingen, die unseren Energielevel senken, statt ihn zu erhöhen. Egal, ob es sich dabei um „schlechte“ Nachrichten oder „negative“ Menschen um uns herum handelt..
Was können wir nun praktisch tun, um unser Charisma zu verstärken?
Wir können bewusst darauf achten, welche Dinge, Beschäftigungen, Gedanken und Menschen uns gut tun. Wir spüren sehr deutlich, durch welche Dinge wir uns auf- und energiegeladen fühlen. Hören wir auf unsere innere Stimme, die meist leise ist und uns immer, den für uns richtigen Weg weißt. Indem wir offen sind für neue Erfahrungen und dafür mit Freude Neues zu lernen und zu erfahren finden wir unser Ziel im Leben. Indem wir vorleben, was wir uns von anderen wünschen und Liebe und Freude in die Welt ausstrahlen, kommt Liebe und Freude zurück, was wiederum unser Charisma erhöht. Es ist ein „Engelskreis“, durch den wir immer mehr, in unserer eigenen Mitte, ankommen, zufrieden und im Einklang mit uns und unserem Leben sind. Und das sind genau die Menschen, die wir als charismatisch empfinden und mit denen wir gerne zusammen sind.
Was bedeutet dies nun für die Liebesbeziehung zweier Menschen? Es bedeutet Dualität: Zum Einen in der eigenen Mitte zu sein, zu sich und seinen Bedürfnissen und seinen Werten zu stehen und aus sich selbst heraus glücklich und zufrieden zu sein . Zum Anderen, sich aus dieser Energie heraus zu lieben, sich gegenseitig zu unterstützen, zu fördern und sich auf das zu focusieren, was jetzt schon schön ist und dies auch noch weiter auszubauen. Diese Haltung ist ein wahrer „Charismabooster“ !
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D wie Dankbarkeit
Häufig passiert es, gerade in langjährigen Beziehungen, dass wir unseren Partner/unsere Partnerin als etwas Selbstverständliches ansehen. Die Aufmerksamkeit und das Engagement, das wir in der Kennenlernphase an den Tag gelegt haben, verschwindet meist in dem Moment, in dem wir uns des Anderen „sicher“, also fest zusammen sind. Die Zeit der rosaroten Brille geht vorbei und nach einem, mehr oder weniger langen Zeitraum beginnen viele Paare, sich insbesondere auf die vermeintlich negativen Aspekte des Anderen zu fokussieren. Das ist in unserer Gesellschaft leider sehr normal. Unserer Schul- und Berufssystem ist auf das Finden des Fehlers ausgerichtet, anstatt auf all die Dinge, die schön und stimmig sind. Diese Fehlerfokussierung befördert gerade in Beziehungen Konflikte, denn es impliziert, dass an meinem Partner/meiner Partnerin irgendetwas falsch sein könnte. Mein Partner/meine Partnerin ist aber einfach nur so, wie sie oder er schon immer war und die vielen Aspekte, die uns zusammen geführt haben, geraten mitunter ins Hintertreffen.
Beginnen Sie doch den heutigen Tag mit einer Visualisierung all der positiven Eigenschaften ihres Partners/ihrer Partnerin und erinnern sie sich dadurch an die vielen wundervollen Momente und Gegebenheiten, die sie miteinander schon hatten. Spüren Sie das Gefühl der Dankbarkeit für die vielen gemeinsamen Momente, das gemeinsam geschaffene, gemeinsame Kinder und all die Geschenke, die ihnen diese Beziehung bisher gebracht hat. Viel Freude beim Baden in diesen guten Gefühlen und seien Sie erstaunt, wie viel positiver sie ihren Partner/ihre Partnerin beim nächsten Treffen sehen können!! Und vielleicht werden Sie auch von Dingen und Verhaltensweisen überrascht, die Sie bisher noch garnicht kannten..!!
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E wie Enttäuschung
Das Allerbeste zuerst: Wenn wir enttäuscht sind, ist das erst mal KLASSE, denn dann nehmen wir die Dinge endlich auf eine neu Art und Weise wahr. Auch wenn das Wort mit t geschrieben wird, bedeutet es doch das Ende einer Täuschung. Enttäuscht zu sein ist also eine sehr gute Möglichkeit, sich bewusst zu werden, was ICH wirklich will, unabhängig vom Verhalten meines Partners/meiner Partnerin.
Die meisten Paare gehen ihre Beziehung aus einem Grund ein: Sie sind verliebt und das ist gut so!
Das bedeutet für viele Menschen, dass sie Schmetterlinge im Bauch haben. Sie sind mit den Gedanken die ganze oder zumindest die meiste Zeit bei dem oder der Angebeteten. Durch die „rosarote Brille“ betrachtet scheint der andere all das zu haben, was wir uns erträumt haben. Er oder Sie, sind einfach perfekt und passen zu uns, wie keine/r zuvor.
Nur ein paar Jahre später fragen sich viele Paare was aus Ihrem Traummann/ihrer Traumfrau geworden ist. Alles scheint sich so verändert zu haben! Die Eigenschaften und Vorzüge die uns anfangs zueinander geführt und begeistert haben, treten in den Hintergrund und die für uns unakzeptablen Seiten treten in Erscheinung. Das Spannende daran ist, dass diese Seiten schon immer da waren, wir haben Sie nur nicht gesehen. Wir haben uns selbst ein Bild des anderen „gebastelt“, das irgendwann bröckelt. Die Wahrheit ist, dass der oder die Andere schon immer genauso war. Das heißt nicht ein Anderer kann uns enttäuschen. Diese Enttäuschung machen wir immer selbst
Was können wir jetzt mit dieser Erkenntnis anfangen?
In erster Linie bedeutet es natürlich wieder Eigenverantwortung für mein Leben und meine Gefühle zu übernehmen. Will heißen, dass ich akzeptiere, dass ich nur mich selbst und niemand anderen ändern kann und dass es von entscheidender Bedeutung ist, beim „Aushandeln“ von Kompromissen meinem Partner/meiner Partnerin das Gefühl zu gebe, dass er oder sie völlig in Ordnung ist, und ich mir fürs Zusammenleben bestimmte Unterstützung oder Verhaltensweisen wünsche. So kann der Partner/die Partnerin viel eher einen Schritt in meine Richtung tun.
John F. Kennedy hat mal gesagt: Fragt nicht, was euer Land für Euch tun kann, sondern fragt , was Ihr für Euer Land tun könnt.
Vielleicht dürfen wir uns diese Frage auch in unseren Beziehung hin und wieder stellen. Was bin ich bereit, in die Beziehung zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten?
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F wie Flirten
Den Begriff Flirten verbinden wir häufig mit dem Thema : „Anmachen und rumkriegen“, aber auch glücklicherweise damit, jemanden kennen zu lernen und eine liebevolle Partnerin/einen Partner zu suchen und zu finden Auch in unseren Seminaren ist dies häufig ein Thema, da viele Menschen sich nach einer schönen und harmonischen Partnerschaft sehnen.
Wir gehen noch ein Stück weiter und sagen, dass das Thema flirten in all unseren Beziehungen einen Raum haben darf. Denn was bedeutet flirten genau? Es geht darum, mein Gegenüber wirklich wahrzunehmen, Blickkontakt zu halten, ganz präsent zu sein und ein echtes Interesse am Anderen und seinen Bedürfnissen zu entwickeln. Wenn ich lerne wahrzunehmen, was der andere gerade braucht, um sich noch besser zu fühlen, habe ich die Grundessenz des Flirtens schon verstanden.
Es geht darum, wie immer erst einmal sich selbst in einen Zustand der Freude zu bringen, immer mehr ein Mensch zu sein, mit dem andere Menschen gerne zusammen sind. denn nur so kann ich auch anderen Menschen gute Gefühle schenken. Und wenn ich gar nicht mehr unterscheide, ob es sich jetzt um einen Menschen handelt, den ich kennenlernen will, oder ob es sich um die Kassiererin an der Supermarktkasse handelt, wird der Zustand, der positiven Ausstrahlung immer mehr der Normalzustand und das „flirten“ zur Grundhaltung.
Ich schaue immer häufiger morgens in den Spiegel und stelle mir selbst die Frage, ob ich heute gerade in der Ausstrahlung bin, in der ich gerne mit mir zusammen sein will? Ich bringe mich ganz bewusst in einen Zustand von Freude und Dankbarkeit und spüre, wie sich automatisch die Reaktion anderer auf mich und mein Verhalten verändert. Cool!!!
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G wie Großzügigkeit
Meist verbinden wir den Begriff Großzügigkeit mit monitären und materiellen Dingen. Ein Mensch, der im Restaurant großzügig die Zeche für alle übernimmt oder zu Weihnachten und Geburtstagen üppige Präsente verteilt. Der Satz „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ ist ein schöner Satz, denn er hat etwas mit Aufmerksamkeit und Zuneigung zu tun. Damit, den anderen wahrzunehmen und wertzuschätzen. Denn es gibt doch nichts Schöneses, als zufällig etwas zu entdecken, von dem ich weiß, dass es dem anderen große Freude machen wird. Dieser Moment der Freude beim anderen, kann ein wundervolles Glücksgefühl in uns selbst erzeugen. Denn Glück und Freude sind die Dinge, die sich verdoppeln, wenn wir sie teilen.
Dieses sind die äußeren Formen der Großzügigkeit. Der innere Prozess der Großzügigkeit beginnt bei der Akzeptanz und Toleranz gegenüber uns selbst und dann auch gegenüber dem Anderen. Großzügigkeit bedeutet den anderen zu lassen, wie er oder sie ist, zu akzeptieren, dass jeder Mensch eine andere Wahrnehmung seiner Umwelt und ein ganz individuelles Schema der Bewertung und der Reaktion hat. Das heißt, dass die Erwartung, der Andere müsse sich doch so verhalten, wie ich es erwarte und wie es doch vermeintlich „richtig“ wäre, führt unweigerlich bei mir selbst und beim anderen zu Frust und Unzufriedenheit.
Was kann ich nun tun, wenn ich dieses Gefühl der Unzufriedenheit in mir entdecke?
Ich beginne damit, jeden Tag ein bisschen großzügiger mit mir selbst zu sein. Ich wertschätze all die Aufgaben und Ziele, die ich heute prompt und gut erledigt habe und bin wohlwollend gegenüber den Dingen, die ich nicht geschafft habe. Ich konzentriere mich auf meine Stärken und akzeptiere meine Schwächen. Der erste Schritt beginnt eben immer bei mir selbst. Es ist dann ein wundervolles Gefühl, wenn ich immer mehr dieser Großzügigkeit auf meinen Partner/meine Partnerin und andere Menschen in meinem Leben übertragen kann. Sie werden sehen, wie sich Konflikte entspannen und mehr Freude in Ihr Leben und in Ihre Beziehung kommt.
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H wie Hingabe
Im Zuge meiner Yogalehrer-Ausbildung besuchte ich vor 2 Wochen einen Workshop zum Thema „rotes Tantra“.
Wir waren alle etwas nervös, da man ja die unterschiedlichsten, teils haarsträubenden Sachen über Tantra hört und liest und wir nicht so recht wussten, was uns erwartet. Wir beruhigten uns damit, dass es sich ja um einen „seriösen“ Yoga-Lehrer handelte und da die Mehrzahl der Teilnehmer weiblich waren, sicher auch wenig „praktische Übungen“ stattfinden würden.
Wir erfuhren, dass Tantra ein uraltes spirituelles Übungssystem ist, das von weisen Rishis in Indien entwickelt wurde. Es geht dabei erst mal nicht um Sex (die Rishis waren meist enthaltsame Mönche) sondern darum, die sexuelle Energie, welche die stärkste Energiequelle des Menschen ist, zu nutzen, zu intensivieren und zu lenken, um eine höhere Bewusstseinsebene zu erreichen, damit ein Gefühl der Einheit zu erfahren und letztendlich die Selbstverwirklichung zu erreichen. So weit so gut!
Leider hat Tantra, wie gesagt heute eher ein negatives bzw. anrüchiges Image, das dem eigentlichen Ursprung und Sinn gar nicht gerecht wird. Denn es geht darin ganz viel um Hingabe und Verschmelzung.
Was bedeutet denn überhaupt Hingabe und wie können wir diese in unsere Beziehungen bringen, ohne gleich Tantriker werden zu müssen?
Hingabe bedeutet, sich voll und ganz auf etwas einzulassen und damit zu verschmelzen. Wir kennen dies häufig von Tätigkeiten, die uns absolut begeistern, die uns in einen Flow-Zustand versetzen. Wir nehmen nichts mehr um uns herum wahr und sind völlig im Hier und Jetzt!
Nun leben wir heute in einer Zeit, in der wir alle sehr kontrolliert sind und werden. Das führt zu Spannungen im Körper und in unserem Energiefluss. Da wird es mit der Hingabe an einen anderen Menschen manchmal schwer, denn dieses bedeutet totale Entspannung und Loslassen. Damit haben wir kopfgesteuerten Westler ja eher ein Problem.
Und deshalb ist ja vielleicht gerade der Jahresausklang ein guter Moment, inne zu halten und zu überlegen, was Sie als Paar oder Sie als Individuum tun können, um für mehr Entspannung und inneres Gleichgewicht in Ihrem Leben zu sorgen. Egal ob es ein Urlaub, die Anmeldung zum Yogakurs oder einer Kampfsportart ist, die Möglichkeiten sind so unterschiedlich, wie sie es sind. Nur legen Sie los und sorgen Sie für sich, denn wie immer fängt alles bei uns selbst an.
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I wie Intuition
Wir hatten vor einigen Jahren eine junge Frau im Coaching, die sich fragte, warum sie „immer“ auf die gleichen Menschen ( Männer ) hereinfällt? Sie sagte uns, dass sie schon in der Anfangszeit des Kennenlernens dieses unbestimmte Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, es irgendwie nicht passt. Sie hört aber nicht darauf und bisher ging es dann auch immer schief!
Faszinierend finde ich immer wieder, wenn Führungspersonen, egal ob in Konzernen, kleinen Firmen, großen Institutionen oder in der Politik, Interwies zu Ihren größten und erfolgreichsten Entscheidungen geben.
Die meisten geben an, dass, nachdem sie alle Fakten geprüft haben, die unterschiedlichsten Experten zu verschiedenen Ergebnissen gekommen sind und mehrere, anderslautende Statistiken ausgewertet wurden, am Schluss.......................
das „Bauchgefühl“ entschieden hat.
Wir alle haben dieses Barometer, diese innere Stimme in uns. Sie ist nur sehr leise und drängt sich nicht auf und geht so manchmal im Trubel des Alltags unter.
Je mehr wir wieder anfangen, auf unser inneres Gefühl zu hören, auf diese kleine, feine Stimme, die uns den, für uns besten Weg weist, je mehr wir wahrnehmen was „es“ in uns sagt, desto erfolgreicher treffen wir - nach Prüfung der Fakten, denn auch diese haben ihre Berechtigung - unsere besten Entscheidungen!
Um diese innere Stimme wahrzunehmen bedarf es am Anfang ein wenig Zeit der Ruhe und der Stille und des bei sich selbst seins. Entscheidend ist, wach und bewusst zu sein, für das was in Ihnen vorgeht! Für Beziehungen ein wundervolles Barometer, um frühzeitig zu erkennen, wann wir im Verurteilen oder im Vorwurf stecken bleiben.
Und es ist wie immer im Leben: Auch hier darf ein wenig geübt und wiederholt werden. Denn unser Verstand steht der Intuition häufig im Weg! Der Verstand ist ein guter Diener und ein schlechter Herr. Bei der Intuition ist es umgekehrt.
Übrigens die junge Frau lebt seit über zwei Jahren wieder in einer glücklichen, erfüllten Beziehung. Sie ist endlich ihrer Intuition gefolgt und das tut einfach gut!
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J wie Ja-Wort
Bestimmt alle, die irgendwann den „Bund fürs Leben“ geschlossen haben, können sich noch gut an den Moment der Wahrheit erinnern, als die Frage nach dem Ja gestellt wurde. Egal ob vor dem Altar oder beim Standesamt, der Augenblick ist ein Besonderer, denn er besiegelt ein Versprechen. Und selbst die, die den Gang zum Altar scheuen und lieber in „freier Ehe“ zusammen leben, spüren trotzdem das „Gelübde“, das auf vielen Beziehungen zu lasten scheint.
Gerade in amerikanischen Liebes-Filmen wird häufig dieses Thema aufgegriffen, dass einer der Partner sein Ehe - Gelübde gebrochen hat und der Andere nun maßlos enttäuscht und desillusioniert zurück bleibt.
Vielleicht ist diese Ja-Wort nur einfach gänzlich falsch verstanden worden? Wie wäre es, wenn unter dem Ja, nicht der Schwur zur ewigen Liebe und Treue, den keiner wirklich schwören kann, gemeint ist? Kein Mensch auf dieser Welt kann ewige Liebe schwören, auch wenn der Wunsch und Wille zu 100 % vorhanden ist, denn das Leben ist ein dynamischer Prozess, in der die einzige Konstante, die, der permanenten Veränderung ist.
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Wie wäre es, wenn unter dem ja, das Ja zum Partner und der Partnerin zu verstehen ist? Das bedingungslose Ja, den Anderen so zu sehen und zu akzeptieren, wie er oder sie wirklich ist, mit aller Entwicklung, Veränderung und neuem Denken. Und vor Allem dem wahres Selbst des Anderen, das schon immer so war wie es ist und uns deshalb nie enttäuschen kann. (Nur dann, wenn wir den Anderen eigentlich gerne anders hätten, siehe E wie Enttäuschung auf www.emoratio.de)
Dieser Zustand von Akzeptanz und Toleranz und des Ja zu unseren Partnern verbunden mit der Treue zu uns selbst, ist für uns DER Weg einen anderen Menschen für ewig zu lieben.
K wie Konflikt
Kennen Sie die Momente, in denen Sie sich, eben noch in guter Stimmung, plötzlich ärgerlich und wütend fühlen? Scheinbar ist "irgendetwas" passiert, sei es, dass einer Ihrer Mitmenschen sich auf eine, für Sie unakzeptable Weise verhalten hat, Sie eine Situation erleben, die Ihnen gegen den Strich geht oder ein Politiker mal wieder etwas entschieden hat, was für Sie einfach untragbar ist! Das kann entweder zu einem Streit mit einem anderen Menschen führen oder zu einem, mehr oder weniger lautstarken Ausdruck Ihres Unmuts.
Was genau ist denn ein Konflikt und wo und wann beginnt er?
Nach unserer Auffassung beginnen Konflikte zuerst in unserem Inneren. Aufgrund unserer Erfahrungen, unserer Konditionierung und unserer höchst eigenen, meist unbewußten Verhaltensmuster bewerten wir die oben beschriebene Situation und reagieren freudig, neutral oder eben ärgerlich! Diese Konditionierung eines jeden Individuums ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck, denn jeder Mensch dieser Erde verfügt über absolut einzigartige Erfahrungen, d.h. was den Einen auf die Palme bringt, bemerkt der Andere noch nicht einmal!
Was kann uns dieses Wissen für unsere Partnerschaften bringen?
Je erfahrener Sie darin werden, Ihre inneren Konflikte und Wiederstände, die Sie Menschen und Situationen gegenüber haben, zu bemerken und lernen, diese zu verändern, umso mehr lösen sich Ihre Konflikte im Außen auf. Die Achtsamkeit und die Wahrnehmung dessen, was es in Ihnen denkt und sagt, ist dabei der Schlüssel. Und es ist ein absolutes Phänomen, wie friedlich Ihre (Beziehungs-)Welt wird, wenn Sie anfangen, Ihre inneren Konflikte zu lösen!
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L wie Lachen
Als wir letzte Woche mit unserem Hund durch die wundervollen
Chiemgauer Alpen spazierten und uns unterhielten sagte mein Mann zu mir,
dass er so froh und glücklich sei, mit sich so im Reinen zu sein, und
er mich heute so nehmen kann, wie ich bin... Ich sage Ihnen jetzt nicht,
was ich darauf antwortete
, aber das Ergebnis war, dass wir uns vor Lachen fast auf der Wiese kugelten.
Wir alle wissen, über diverse Medien, dass Lachen das Gesündeste ist, was es für uns Menschen gibt. Herzhaftes Lachen ist die beste Medizin der Welt, und daran hat sich auch seit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms nichts geändert.
Wir erleben in unseren Seminaren immer wieder Paare, die selten MITEINANDER lachen und sich kaum mehr an den letzten gemeinsamen Lach-Moment erinnern können.
Dabei darf das gemeinsame Lachen in einer erfüllten Beziehung einen hohen Stellenwert einnehmen, denn was uns glückliche Paare immer wieder erzählen ist, dass je mehr sie gemeinsam und miteinander lachen, umso gelassener wird ihre Beziehung, was wiederum immer mehr Lachen in Ihre Beziehung bringt und sie noch gelassener macht. Dieser Kreislauf aus Lachen und Gelassenheit unterstützt ihre positive und konstruktive Paar-Kommunikation und Ihre Nähe, sowie Ihre Entspannung, was wiederum zu mehr Freude in ihrer Beziehung und auch und gerade in der Sexualität führt.
Das Schöne ist, dass sowohl Gelassenheit als auch Entspannung ein Verhalten ist und deshalb erlernt werden kann. Und wenn der Wille und der Mut vorhanden ist, hin und wieder seinen eigenen Blickwinkel zu verschieben und die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen und zu verändern, führt dies zu einem freudvolleren Leben und harmonischeren Beziehungen.
Deshalb wünschen wir Ihnen, dass in Ihrem Leben kein Tag mehr vergeht, an dem Sie nicht mit sich selbst, Ihrem Partner/Ihrer Partnerin und/oder anderen Menschen mindestends einmal herzhaft gelacht haben.
M wie Mut
Wir hatten ein Paar im Seminar. Sie war Hausfrau und Mutter dreier Kinder; er der erfolgreiche Manager einer großen Firma mit sehr viel Verantwortung, der Entscheidungsgewalt über viele hundert Mitarbeiter und ein Millionenbudget. Zum Abschluss des Seminars sagte er, dass er so froh sei, dabei gewesen zu sein! Dass er den Mut hatte, über seinen Schatten zu springen und zuzugeben, dass die Probleme in seiner Ehe auch ihm und seinen Verhaltensweisen zuzurechnen waren. Die Entscheidung zur Teilnahme am Seminar habe ihn mehr Mut gekostet, als die letzten fünf herausfordernden Jahre seines Jobs. Im Nachhinein weiß er garnicht warum!
Viele Menschen verbinden das Wort Mut mit großen Heldentaten und Menschen, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um Andere zu retten und waghalsigen Rittern, die den Drachen töten und die Prinzessin retten.
Für uns bedeutet Mut etwas viel Kleineres, Persönlicheres. Denn der Mut beginnt zuallererst in unserem Inneren. Es geht darum, den Mut zu entwickeln, ehrlich zu sich selbst zu sein. Zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir alle, Verhaltensweisen und vielleicht auch Schwächen haben, die wir lieber nicht wahrhaben wollen. Den Mut zu entwickeln, uns diesen eigenen, inneren "Drachen" zu stellen und dabei festzustellen, dass diese viel zahnloser sind, als wir vielleicht gedacht haben und wir mit ihnen Frieden schließen können, ist ein wirkliches Geschenk. Dann wird unser ganzes Leben, unsere Partnerschaften und Beziehungen und unser Familienleben viel friedlicher und entspannter. Viele Erwartungen und vermeintliche Enttäuschungen lösen sich auf und ein Gefühl der Freiheit und der Freude daran, sich selbst besser kennen zu lernen, stellen sich ein. Denn der wahre Held stellt sich zuerst sich selbst, bevor er den Drachen im Außen besiegt.
Und bestimmt kennen auch Sie Situationen, in denen Sie sich überwinden und Mut aufbringen mußten, um etwas Neues, Unbekanntes zu tun und hinterher feststellten, welche Befriedigung sich einstellt, es gewagt zu haben.
Seien Sie die Heldin und der Held Ihres Lebens und Ihres Glückes Schmied! Alles was Sie dafür brauchen, ist ein bißchen Mut für den ersten Schritt! Sie haben alles in sich. Trauen Sie sich!!
N wie Neugier
Wir hatten ein Paar im Seminar. Sie war Hausfrau und Mutter dreier Kinder; er der erfolgreiche Manager einer großen Firma mit sehr viel Verantwortung und der Entscheidungsgewalt über viele hundert Mitarbeiter und ein Millionenbudget. Zum Abschluss des Seminars sagte er, dass er so froh sei, dabei gewesen zu sein! Dass er den Mut hatte, über seinen Schatten zu springen und zuzugeben, dass die Probleme in seiner Ehe auch ihm und seinen Verhaltensweisen zuzurechnen waren. Die Entscheidung zur Teilnahme am Seminar habe ihn mehr Mut gekostet, als die letzten fünf herausfordernden Jahre seines Jobs. Im Nachhinein weiß er garnicht warum!
Viele Menschen verbinden das Wort Mut mit großen Heldentaten und Menschen, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um Andere zu retten und waghalsigen Rittern, die den Drachen töten und die Prinzessin retten.
Für uns bedeutet Mut etwas viel Kleineres, Persönlicheres. Denn der Mut beginnt zuallererst in unserem Inneren. Es geht darum, den Mut zu entwickeln, ehrlich zu sich selbst zu sein und zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir alle, Verhaltensweisen und vielleicht auch Schwächen haben, die wir lieber nicht wahrhaben wollen. Den Mut zu entwickeln, uns diesen eigenen, inneren "Drachen" zu stellen und dabei festzustellen, dass diese viel zahnloser sind, als wir vielleicht gedacht haben und wir mit ihnen Frieden schließen können, ist ein wirkliches Geschenk. Dann wird unser ganzes Leben, unsere Partnerschaften und Beziehungen und unser Familienleben viel friedlicher und entspannter. Viele Erwartungen und vermeintliche Enttäuschungen lösen sich auf und ein Gefühl der Freiheit und der Freude daran, sich selbst besser kennen zu lernen, stellen sich ein. Denn der wahre Held stellt sich zuerst sich selbst, bevor er den Drachen im Außen besiegt.
Und bestimmt kennen auch Sie Situationen, in denen Sie sich überwinden und Mut aufbringen mußten, um etwas Neues, Unbekanntes zu tun und hinterher feststellten, welche Befriedigung sich einstellt, es gewagt zu haben.
Seien Sie die Heldin und der Held Ihres Lebens und Ihres Glückes Schmied! Alles was Sie dafür brauchen, ist den Mut für den ersten Schritt! Sie haben alles in sich. Trauen Sie sich!!
O wie Opfer
Es gibt diesen Ausdruck “curiosity killed the cat“, also „Neugier
tötete die Katze“. Das Schöne an der Geschichte ist, dass Katzen ja bekanntlich
7 Leben haben, so dass dieser eine Tod sicher zu verkraften war! 
Wenn wir die Sache nun mal aus der Haltung betrachten, dass wir in einer dualen Welt leben, in der eine Medaille immer zwei Seiten hat, würden wir feststellen, dass das Gegenteil von Tod das Leben ist. Also gehen wir einfach noch mal einen Schritt zurück, denn in der Neugier umkommen, wie in besagtem Lied oder Text kann nur, wer vorher überhaupt gelebt hat.
Was viele Menschen jedoch heute tun, ist in einer Art von Totenstarre zu verharren. Sie haben es sich in ihrer Komfortzone bequem gemacht und warten darauf, dass vielleicht mal irgendetwas passiert. Neugier ist das Gegenteil davon. Neugier bedeutet, Mut zu haben, etwas Neues auszuprobieren, die Komfortzone zu verlassen und vielleicht auch Stress und Unsicherheit zu erleben. Nur was ist das, im Vergleich zu dem, was uns außerhalb der Komfortzone noch erwartet, nämlich das Leben! Lebendigkeit, Neues, Aufregendes, Spass und Begeisterung.
In dem Wort Neugier steckt die Gier, die Gier nach Leben, die Gier nach Neuem. Wir wissen, dass das Wort Gier eher negativ besetzt ist, weil es etwas von süchtig sein oder keine Wahl zu haben, beinhaltet. Und: WIR geben Dingen und Worten Bedeutung.
Vielleicht machen wir einfach aus Neugier – Neulust, Neumut oder Neuachtsamkeit. Immer achtsamer zu sein, welche schönen, neuen und spannenden Dinge in ihrem Leben, darauf warten entdeckt zu werden! Neuachtsam zu sein ist etwas Wunderbares. Kein Tag vergeht – wenn wir dafür bereit sind - an dem wir nicht etwas Neues sehen und hören, fühlen, riechen und schmecken können. In dem wir gespannt sind, auf die Abenteuer des Lebens.
In Bezug auf unsere Beziehungen zum Beispiel denken viele, gerade die, die schon länger zusammen sind, sich inn- und auswendig zu kennen. Viele Menschen glauben, dass es am eigenen Partner/an der eigenen Partnerin nichts Neues und Aufregendes mehr zu entdecken gibt. Alles scheint gesagt, gefühlt und erlebt.
Wenn wir so denken, sind wir in einem Zustand der Blindheit! Wir haben es selbst in der Hand und entscheiden selbst, wieder sehend zu werden. Denn wir entscheiden, auch durch unsere Neugier, was es an uns, für andere immer wieder neu zu entdecken gibt. Und genauso, was und wieviel wir am Anderen entdecken wollen.
Und wenn wir unseren Partner/unsere Partnerin, auch nach vielen Jahren noch als Mysterium sehen und auch für unsere/n Partner/in ein Mysterium bleiben, je mehr wir neugierig sind und bleiben, umso lebendiger bleiben wir selbst und damit auch unsere Beziehungen!
Seien Sie die neugierige Katze und der neugierige Kater und leben Sie Ihr Leben mit offenen Augen für die schönen, spannenden und lebensbereichernden Dinge Ihres Lebens!!
P wie Prinzip
Ein guter Freund von mir restauriert alte Motorräder. Oft sitzt er mehrere Stunden in seiner großen, ja gemütlich eingerichteten Garage, montiert, poliert oder sinniert einfach nur, bei einer Flasche Bier, über die nächste Verbesserung an seinem Bike. Hierbei kommt es vor, dass er Motorradteile in einem bekannten Internet-Auktionshaus kauft oder auch verkauft.
Neulich erzählte er mir folgendes: „Kannst Du Dir das vorstellen? Da habe ich doch dieses eine Motorradteil verkauft und der Käufer zahlte einfach nicht! Das ist das erste Mal, dass mir so etwas passiert. Ich habe mehrmals per e-mail Kontakt aufgenommen und er hat mich dreimal vertröstet, dass das Geld bald kommt. Nichts passierte. Dann habe ich das Teil wieder zum Kauf angeboten und kaum war es online, kam das Geld von ihm. Also konnte ich alles wieder rückgängig machen. Als ob ich nichts andere zu tun hätte!“ Er war wirklich aufgebracht und wütend!
Sein erster Impuls war, diesen Typ, jetzt auch genauso „zappeln zu lassen“. Da gings ums Prinzip. Der sollte nun auch mal spüren, wie das ist, wenn man lange auf seine Sachen warten muss und auf jemanden angewiesen ist. Das wäre doch nur gerecht!
Glücklicherweise konnte ich ihn davon überzeugen, dass der Einzige, dem er damit letztendlich schadete, er selbst war. Denn so würde er den Zeitraum, über den er an den Vorgang denken müsste nur weiter verlängern und sich noch länger als nötig darüber ärgern. Er überlegte kurz und meinte: „Du hast Recht. Ich schicke das Ersatzteil noch HEUTE raus. Ich will es aus dem Kopf haben und mich nicht noch länger darüber ärgern. Es ist doch bescheuert, mich nur aus Prinzip, von so einem Typ dazu bringen zu lassen, mich auch so zu verhalten“.
Auch in Beziehungen tappen viele Paare, immer mal wieder in diese „Prinzip-Falle“. Da geht es dann nicht mehr darum, zu entscheiden, was für mich, meine Beziehung und auch meine/n Partner/in jetzt am Besten ist, sondern ums Prinzip. Was sind diese Prinzipien und woher kommen sie? Diese Prinzipien kommen aus alten „Zeiten“; Glaubenssätze und Überzeugungen, über richtig und falsch und wie ich Andere von meiner Wahrheit überzeugen und erziehen muss. Diese Prinzipien werden, aus unserer Sicht viel zu wenig hinterfragt und meist ist es für ALLE Beteilgten das Beste, einige davon über Bord zu werfen.
Statt an den Prinzipien über „richtiges“ Verhalten anderer festzuhalten, dürfen wir lernen, zu fühlen, was dieser Situation wirklich angemessen ist, damit es mir damit gut geht und Wahlmöglichkeiten zu entwickeln. Scheinbar paradoxerweise, erreichen wir mit dieser souveränen und bewussten Haltung, viel eher eine Veränderung des Verhaltens anderer. Probieren Sie es aus und spüren Sie mal, wieviel l(i)ebenswerter und vor allem freier und unabhängiger Sie das, vom Verhalten anderer macht.
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Q wie Qualität vs Quantität
Es gibt nicht genug Handlungen auf der Welt, um innere Disharmonie auszugleichen. Dieser Satz aus „The law of attraction“ spiegelt für uns wieder, wie verrückt und auch uneffektiv wir häufig durch unser Berufs- aber auch Privatleben rauschen. Dieses Gefühl, das viele von uns beherrscht, dass die Zeit rast und das Leben in Höchstgeschwindigkeit an uns vorüber rauscht, ist nur ein Indiz dafür.
Wie schaffen wir es, vom Tunnelblick und Hamsterrad in eine inspirierte Handlung zu kommen, die wirklich zum Ziel führt und uns dabei noch Freude macht? Es bedeutet, immer wieder inne zu halten und Dir bewusst zu werden, was Du WIRKLICH im Leben willst. Welche Qualitäten soll Dein Leben haben?Was sind die wundervollen und inspirierenden Glücksmomente im Leben, die Du wirklich erleben willst? Und da ist sehr oft weniger, mehr. Es geht um Lebens-Qualität, weniger um Lebens-Quantität.
Denn wir sind human-beings, nicht human-doings!!
Spannend ist, dass sich auf der einen Seite das moderne Leben von Frauen und Männern kaum mehr unterscheidet und viele Frauen heute sogar die noch größeren „Macher“ sind. Auf der anderen Seite gibt es einen Bereich, in dem sich Männer und Frauen doch sehr in Ihrem Bezug auf Qualität und Quantität unterscheiden – die Sexualität.
Einer neuen Studie zufolge sind ca. 70 % der Frauen unzufrieden mit der Qualität ihres Liebeslebens und ziehen sich zurück, was den Bedürfnissen der Männer zuwider läuft, die sich in dem Bereich mehr Quantität wünschen. Ein Teufelskreis, der, wenn er unbewusst bleibt ein großes Potenzial für Konflikte bietet. Während sich viele Frauen geliebt fühlen müssen, um Lust auf Sexualität zu bekommen, brauchen viele Männer Sexualität, um sich geliebt zu fühlen. Was können wir tun? Im ersten Schritt, sich der Situation bewusst werden, das Tempo heraus nehmen, Raum und Zeit schaffen wirklich miteinander zu SEIN, über Bedürfnisse und Wünsche sprechen und Mut entwickeln, gemeinsam Neues ausprobieren!
Und auch in der Partnerschaft die Besonderheiten, schönen Aspekte und wunderbaren Unterschiedlichkeiten wertzuschätzen und sich gemeinsam immer wieder vor Augen zu führen, was jetzt schon schön ist an meinem Partner/meiner Partnerin und meiner Beziehung und wie meine Partnerschaft aussieht, wenn sie noch schöner ist.
Im Paarseminar bekommen Sie viele Anregungen, wie Sie das in Ihrem Alltag umsetzen können! Wir freuen uns auf Sie!
R wie Rechtzeitig
Als Stephen Covey, einer der ganz großen Unternehmens-, Lebens- und auch Paar– Berater & Coach am 16. Juli diesen Jahres starb, erinnerte ich mich an eine seiner Aussagen: „Erfolg und Glück, hängen immer auch von dem Verhältnis zwischen Produktion und Produktions-Kapazität ab“!
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Firma und produzieren ein einzigartiges Produkt mit einer besonderen Maschine. Die Maschine läuft gut und ist gut ausgelastet. Wenn Sie die Maschine nun rund um die Uhr laufen lassen, ohne sie zu warten und zu pflegen, wird das auf die Dauer nicht gut gehen. Im Moment haben Sie zwar eine hohe Produktivität und können viel rausziehen, die Folgekosten für Reparaturen werden jedoch viel größer sein, als die in diesem Moment nicht wichtig erscheinende Wartung und Pflege
Spannenderweise tritt dieser Mechanismus auch in vielen Beziehungen auf. Da wird geackert und gerackert, sei es in der Firma oder Zuhause. Die Freizeit wird ebenfalls, mit Hobbys (wenn nicht die eigenen, dann die der Kinder) ausgelastet und die Zeit für Ruhe und Muse, welche die Beziehung hin und wieder dringend benötigt, wird verschoben und verschoben. Selbst der Urlaub, der vermeintlich für Ausgleich sorgen soll, ist häufig eine Aneinanderreihung von Aktivitäten und es wird tunlichst vermieden, sich wirklich nahe zu kommen. Sind Kinder dabei, sowieso!
Dabei ist die Auszeit für Paare aus dem Alltag, eine der wichtigsten „Wartungs- und Pflegearbeiten“, die Sie tun können und das gerade, wenn Sie Kinder haben. Kinder lieben glückliche Eltern und auch hier ist die Qualität des Zusammenseins viel wichtiger als die Quantität.
Wer glücklich ist, kann glücklich machen. Diese Aussage von Konfuzius bestätigen uns immer wieder die Paare, die sich eine Auszeit mit einem Paarseminar bei uns nehmen. Viele beschreiben, dass sie danach viel glücklicher mit sich selbst waren und sich plötzlich, wie von Geisterhand lange bestehende Konflikte nicht nur mit dem Partner/der Partnerin, sondern auch mit Kindern, Eltern oder sogar Kollegen aufgelöst haben.
Rechtzeitig, also früh genug etwas für die Pflege der Liebesbeziehung zu tun, ist die beste Investition in Ihr Lebensglück. Nicht zu warten, bis die Beziehung nur noch nebeneinander herläuft, Arbeit und/oder die Kinder als Bollwerk bzw. Ausrede für fehlende, gemeinsame L(i)ebenszeit benutzt werden. Aus einer, noch entspannten Atmosphäre heraus, aus einem Gefühl heraus, dass die Liebe noch spürbar ist, ist der, aus unserer Erfahrung beste Moment, etwas in die Beziehung zu investieren. Nach dem (etwas umgewandelten) Motto: "Anfangen, wenns am Schönsten ist!"
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ganz viel Wachheit und Offenheit, damit Sie rechtzeitig, den für Sie richtigen „Wartungszeitpunkt“ erkennen und aktiv DAS tun, was Ihnen beiden Nähe, Inspiration und besondere, gemeinsame Erlebnisse bietet.
Viel Freude dabei und haben Sie eigentlich schon mal unseren Beziehungstest ausprobiert?
S wie Sexualität
Die sexuelle Energie ist die stärkste und dominanteste Energie des Menschen. Bereits weise Yogis entdeckten vor tausenden von Jahren, dass über die Verschmelzung und Verbindung der weiblichen und männlichen Sexualenergie, Erfahrungen der Exstase und damit der Einheit oder der Gotterfahrung möglich sind.
Wenn wir uns das Thema Sexualität allerdings heute und besonders in Partnerschaften anschauen, hat das oft nicht mehr viel mit Göttlichkeit zu tun. Es ist im Gegenteil ein Thema, das mit großem Frust- und Konfliktpotenzial belastet ist.
Leider wurde die Sexualität in unserer Gesellschaft und in vielen Religionen viel zu lange verteufelt und mit Scham und Schuld belegt. Was dazu führt, dass viele Paare sich scheuen, offen und ehrlich miteinander über sexuelle Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen. Viel zu viele Menschen haben sich damit abgefunden, eine Sexualität zu leben, (wenn überhaupt noch welche stattfindet), die eher einem technischen Ablauf gleicht, als einem aufregenden Tanz zwischen zwei sich Liebenden. Jeder versucht es dem anderen irgendwie Recht zu machen, ohne wirklich zu wissen, was der andere eigentlich möchte oder selbst zu äußern, was gefällt und was nicht. Und viele Menschen wissen selbst noch nicht einmal, was sie wirklich möchten.
Wie können Paare, diese wundervolle, körperliche Liebe, durch die wir alle entstanden sind und die das Schönste, Verbindentste und Energetisierendste sein kann, was zwei Menschen, miteinander erleben können, wieder neu entdecken?
Mut, Vorstellungskraft und Offenheit dürfen dafür wieder entdeckt und entwickelt werden und zwar im ersten Schritt sich selbst gegenüber.
Im Tantra heißt es u.a.: „ Alles ist erlaubt, es gibt keine Tabus“! Was für den ein oder anderen vielleicht erschreckend klingt, bedeutet absolute Freiheit. Denn sowohl der, der seine Wünsche äußert (ohne Erwartung!!), als auch der, der sie momentan vielleicht noch nicht erfüllen kann, ist gut, richtig und in Ordnung. Das zu erkennen, macht es möglich, über alles offen zu sprechen, denn keiner ist dabei im Unrecht. Und vielleicht hilft der mutige, erste Schritt des einen, dem anderen dabei, sich selbst mehr zuzutrauen und etwas Neues zu probieren!
Wir wissen, dass es möglich ist, auch nach vielen Jahren der Beziehung, offen und mutig die eigenen Bedürfnisse zu erforschen, zu äußern und gemeinsam auszuprobieren.
Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei und unterstützen Sie auch gerne im Coaching oder Seminar!
T wie Treue
Wenn wir Menschen fragen, wie sie den Begriff Treue definieren, so wird er meistens mit den Synonymen: Verlässlichkeit, Vertrauen und vor allem sexueller Ausschließlichkeit gegenüber einem anderen Menschen definiert. In unserem Kulturkreis bzw. der allgemeinen „Zivilisation“ wird die Monogamie und diese Art der Treue in Beziehungen als das absolute Muss angesehen. Im Umkehrschluss bei Nichteinhaltung, scheint das Scheitern der Beziehung vorprogrammiert.
Durch unsere Arbeit mit Paaren, haben wir jedoch inzwischen so viele unterschiedliche Blickwinkel und Realitäten von Menschen kennenlernen dürfen, dass uns eins klar geworden ist: Es gibt auf der einen Seite allgemeingültige "Naturgesetze" für eine wundervolle Beziehung, auf der anderen Seite, individuelle "Spielgesetze", die für jedes Paar einzigartig sein sollten. Jedes Paar darf sein eigenes Model von Beziehung kreieren, mit dem es glücklich wird. Und je freier Menschen in ihren eigenen Vorstellungen werden und je mehr sie sich von den Konventionen und Vorstellungen Anderer frei machen, um so freier und offener sind die Möglichkeiten. Denn jeder Mensch und jedes Paar ist einzigartig und auf dieser Welt, um sein eigenes und einzigartiges Beziehungs-Leben zu leben.
Da gibt es Menschen, die leben in einer offenen Beziehung, in der jeder seine sexuellen Freiräume hat. Dann gibt es Paare, die offen in einer Dreiecksbeziehung leben, einen Hausfreund- oder Freundin haben, regelmäßig einen Swingerclub besuchen usw. und so fort. Es gibt in diesem Bereich quasi nichts, was es nicht gibt. Und natürlich gibt es auch die überwiegende Zahl in unserer Gesellschaft, für die die sexuelle Ausschließlichkeit in der Beziehung unabdingbar ist und ohne die eine Beziehung undenkbar erscheint. Viele Paare leben dies und kommen damit gut zurecht. Einige wünschen sich diese Monogamie, spüren jedoch den Drang auszubrechen und tun es, wie wir zumindest statistisch wissen, häufig auch, meist mit viel schlechtem Gewissen.
Wo liegt nun der Schlüssel für diese Herausforderung, dieses Treueversprechen, das sich viele Paare mit reinem Herzen und aus tiefster Überzeugung gegeben haben, auch einzuhalten?
Für uns liegt die Lösung, und das ist ein Weg, den ein Paar gemeinsam gehen darf, in der Treue und Loyalität sich selbst gegenüber. Was bedeutet das konkret? Es geht darum, Deine eigenen Bedürfnisse wahr- und wichtig zu nehmen. Deine Angst zu besiegen! Mutig zu sein, Dich Deinem Partner/Deiner Partnerin so zu zeigen, wie Du wirklich bist, auch mit allen (sexuellen) Wünschen. Dir selbst und damit Deinem Partner treu zu bleiben, ist der beste Weg zu einer tiefen und verständnisvollen Liebe.
Und die gute Nachricht ist, dass das mit dem liebsten Menschen an Deiner Seite, Deinem Partner/Deiner Partnerin möglich ist. Es geht darum, Euren Horizont zu erweitern, Eure persönliche Vorstellungskraft zu vergrößern und den Mut aufzubringen, euren eigenen Beziehungsweg zu gehen.
Wir wünschen Euch viel Freude dabei und unterstützen Euch natürlich auch gerne im Coaching oder Seminar!
U wie Umstände
Um nicht deutlich auszusprechen, dass eine Frau schwanger
ist, benutzte man früher gerne die Redewendung: „Sie ist in anderen Umständen“.
Eine amüsante Bezeichnung, wenn wir bedenken, dass es bei dem Begriff „Umstände“, ja meistens darum geht, nichts „dafür“ zu
können. 
Ob es sich nun um unsere Regierung, den Nachbarn, Kollegen, die Mutter oder die Partnerin oder den Partner handelt, viele Menschen geben gerne die Verantwortung für ihre (negativen) Gefühle, ihr Scheitern oder die ein oder andere Sache, die nicht zufriedenstellend verläuft, an andere ab. Zugegebenermaßen ist es ja auch manchmal ganz angenehm, sich in dem Gefühl einzurichten, nichts dafür zu können und uns als Opfer der Umstände zu sehen. Gerade in Partnerschaften ist es ein gängiges Spiel, die Schuld an der vermeintlichen Beziehungsmisere am Verhalten des anderen festzumachen.
Glücklicherweise ist diese Opferrolle auf Dauer wirklich unbefriedigend und deshalb ist es ein Segen, dass wir jederzeit selbst entscheiden können, daraus auszusteigen. Denn wie heißt es in einer alten indischen Weisheit frei übersetzt so schön: „Dein Denken, Fühlen und Handeln von heute, erschafft deine Umstände von morgen.“
Was können wir daraus konkret für uns ableiten? Im besten Sinne: je positiver, dankbarer und annehmender ich auf meine momentanen Lebensumstände reagiere und je klarer ich mir darüber bin, wie ich meine Lebens- und Beziehungsumstände gerne hätte, um so wahrscheinlicher werden sie sich auch positiv und wie gewünscht in meinem Leben zeigen. Denn Gleiches zieht Gleiches an. Oft werden wir gefragt: "Soll ich mir jetzt etwa alles schön reden??" Und wir sagen darauf: "Ja, denn es macht auf jeden Fall mehr Sinn, als sich alles schlecht zu reden!"
Der beste Weg, ungute und unerwünschte Umstände ins Positive zu verändern ist, den Fokus auf das zu richten, was Du wirklich möchtest, sowie auf die Aspekte in Deinem Leben und in Deiner Beziehung, die jetzt schon positiv sind und auf die Dinge, für die Du dankbar bist. Und die gibt es tatsächlich in jedem Leben und in jeder Beziehung, wenn Du sie sehen willst.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude, positive Umstände und viele Momente der Dankbarkeit in 2013 und freuen uns, Ihnen bereits heute unseren neuen, kostenlosen, wöchentlichen Beziehungspodcast ankündigen zu können. Nähere Informationen in Kürze!
V wie Vertrauen
Bei kaum einem Begriff, wie bei dem Wort Vertrauen geht es in Wirklichkeit so stark um das Vertrauen in uns selbst.
In der Regel projezieren wir diesen Begriff nach draußen. Der oder die Andere soll sich unser Vertrauen verdienen, sich an die "Regeln" halten und uns nicht enttäuschen. Verhält der andere sich nicht so, wie wir es erwarten, oder die Norm der Gesellschaft es "vorschreibt", ist unser Vertrauen mißbraucht worden.
Aber gehen wir doch noch mal einen Schritt zurück. Zurück zum Vertrauen in Dich selbst. Das beginnt mit einem ehrlichen Biick auf Deine Bedürfnisse, Wünsche und Deine eigene Wahrheit. Denn wenn Du Dich immer wieder mit Deinen ureigenen, inneren Antrieben beschäftigst und Vertrauen dahingehend aufbaust, Deiner inneren Führung zu folgen und Deinen Gefühlen zu vetrauen und diese auch nach außen offen und ehrlich zu zeigen. Erst dann können andere Dir wirklich vertrauen und Du kannst ebenso ein tiefes Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen. Denn dann geschieht dies aus einer unbesiegbaren, inneren Kraft heraus, die nicht an Bedürftigkeit und an den Anspruch an andere geknüpft ist und den Mut hat, sich zu zeigen. Selbstvertrauen ist eine Ressource, die in Dir selbst verankert ist, aus Dir heraus wächst und gefühlt und gepflegt werden darf.
Bevor Du Dich abhängig machst vom Verhalten anderer, denen Du vertraust oder auch nicht, darfst Du das Vertrauen ins Leben im allgemeinen entwickeln. Die tiefe Verbundenheit mit allem was ist und dem Gefühl, das alles was geschieht richtig ist, denn es ist. Die Verneinung des Lebens und der Dinge, die Dir geschehen, sowie Deiner eigenen Warheit ist der schlimmste Vertrauensbruch, den Du überhaupt begehen kannst.
Im echten Leben heißt das: Nimm Deine Wünsche, Bedürfnisse und Deine innere Wahrheit wahr- und wichtig und zeige Dich damit Deinem Partner/Deiner Partnerin. Dann kann sie oder er Dir wirklich vertrauen, denn dann bist Du echt, wahr und authentisch!
In diesem Sinne wünschen wir Dir viel Freude beim Entdecken Deiner eigenen Wahrheit, beim kraftvollen Aufbau Deines Urvertrauens und beim Austausch mit Deiner/Deinem Liebsten!
W wie Wunsch
Wie fühlt es sich für Sie an, wenn Sie Erwartungen anderer
erfüllen sollen? Die meisten Menschen verbinden damit eher unangenehme
Gefühle. Natürlich erfüllen wir fast alle, oft unbewusst auch die
Erwartungen anderer. Oft verpacken wir diese so, dass wir sie für unsere
eigenen Erwartunge halten, damit es sich besser anfühlt. Aber das ist
ein anderes Thema 
Äußert nun, z.B. unser Partner/unsere Partnerin klare Erwartungen an uns, haben wir häufig nicht das Bedürfnis diese zu erfüllen; insbesondere dann nicht, wenn sie so vorgebracht werden, dass daran Bedingungen geknüpft sind. Wenn z.B. die Liebe zur Disposition steht oder wir für das Glück oder auch Unglück des anderen verantwortlich gemacht werden. Wie können wir denn nun dem anderen unsere Bedürfnisse und auch unsere Vorstellungen von der gemeinsamen Beziehung so nahebringen, dass er/sie in der Lage ist, uns zuzuhören, offen zu sein und uns vielleicht auch zu verstehen und auf uns einzugehen?
Der Schlüssel liegt darin, aus der Erwartung einen Wunsch zu machen. Einen Wunsch zu äußern bedeutet, ganz klar das eigene Bedürfnis zum Ausdruck zu bringen und die Erfüllung nicht an Bedingungen und Bedürftigkeit zu knüpfen. Bei der Äußerung einer Erwartungshaltung schwingen oft Gefühle mit, wie "ich fühle mich nicht gesehen oder wertgeschätzt". Im Wunsch bin ich ganz klar mit mir verbunden. Ich kann dem anderen das Gefühl vermitteln: “Ich liebe dich und in unserer Beziehung wünsche ich mir .......“ Ist dies in einer Haltung der Liebe und Wertschätzung dem anderen gegenüber vorgebracht und zwar auch dann, wenn dieser anderer Meinung ist, wird das Verständnis möglich. Wenn ich meine Bedürfnisse, für die ich selbst verantwortlich bin, meinem Partner/meiner Partnerin gegenüber so äußere, dass seine Reaktion gleich-GÜLTIG ist, bin ich in einer Haltung und Energie von Annahme und dann passieren Wunder. Der andere ist viel eher bereit, meine Sichtweise zu verstehen und es werden neue, kreative Lösungen möglich. Und wenn Sie die Rollen tauschen, spüren sie vielleicht selbst, dass sie viel lieber einen Wunsch erfüllen als einer Erwartungshaltung zu folgen!
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude beim Entdecken Ihrer eigenen Bedürfnisse, beim Äußern und Hören Ihrer beider Wünsche und beim Finden, neuer, spannender, kreativer Lösungen!
X wie Xanthippe
Xanthippe war die Ehefrau von Sokrates und als solche der Inbegriff des zänkischen und streitlustigen Weibes. Ob es nun daran lag, dass Sokrates ein größeres Interesse daran hatte, mit anderen Menschen zu philosophieren, anstatt seiner Frau mehr Aufmerksamkeit zu schenken, oder ob es sich um eine charakterliche Gegebenheit von Xanthippe handelte, die sich auch durch mehr Hingabe und Nähe ihres Gatten nicht geändert hätte, werden wir wohl nie erfahren.
Viel spannender ist doch die Frage, was aus einer Frau von heute eine Xanthippe macht und ob und wie der Mann etwas dagegen tun kann? Und ob es eigentlich auch männliche Xanthippen gibt? Aus unserer Sicht entsteht die Streitlust und das Nörgeln und Meckern, egal ob bei Mann oder Frau, aus unausgedrückten Gefühlen und ungelebten Wünschen und Bedürfnissen. Da sich einige dieser Wünsche und Träume nicht mit dem Erwartungsbild des Umfelds decken, passen sich viele Menschen an und werden unzufrieden. Der Groll auf sich selbst und die Hilflosigkeit scheinbar nichts ändern zu können, entlädt sich auf das Umfeld und tragischerweise oft auf die Menschen, die uns am meisten am Herzen liegen.
Was können wir nun tun? Der erste Schritt scheint für viele Menschen der schwierigste, denn es geht darum, mir einzugestehen, dass ich meckere und anklage. Und es wird viel leichter, wenn ich mir im gleichen Atemzug klar mache, dass ein Verändern dieses Verhaltens mir selbst am meisten nützt.
Im 2. Schritt geht es darum, aktiv die Verantwortung für mich und meine Gefühle zu übernehmen. Wenn ich einen anderen anklage und für mein scheinbares "Unglück" verantwortlich mache, fehlt mir in der Regel nur ein bisschen Mut und das Wissen, wie ich es anders machen kann. Für uns ist es die größte Freude, wenn wir Menschen im Seminar erleben, die plötzlich erkennen, wie viel Freiheit es bedeutet, nicht länger seinen Gefühlen ausgeliefert zu sein, sondern diese aktiv zu beeinflussen. Mit diesem Rüstzeug gehen die Menschen wieder mit mehr Leuchten in den Augen in ihr (Beziehungs-)Leben. Beobachten Sie mal bewusst Ihre Gedanken, wenn Sie sich schlecht fühlen und wenn Sie sich gut fühlen und Sie werden einen großen Unterschied entdecken. Die Frage ist, für welche Art von Gedanken und die damit verbundenen Gefühle werden Sie sich zukünftig immer mehr entscheiden?
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele gute Gedanken und positive Gefühle und Freude daran, diese immer aktiver und bewusster zu Ihrem eigenen, und dem Wohl Ihrer Liebsten zu gestalten!






